Zentren-Finanzierung nach neuem Recht

Wildwuchs oder Chance?

Fachkonferenz

Schwerpunkte

  • Neue Voraussetzung für die Vereinbarung von Zentrumszuschlägen
  •  Stellenwert der Zentren in der Krankenhausplanung
  • Welche besonderen Aufgaben sind mit den G-DRGs bereits refinanziert und für welche können Zuschläge vereinbart werden?
  • Krankenkassen ziehen vor Gericht: Wildwuchs statt Klarheit
  • Ist die angestrebte Konzentrierung von Zentrumsaufgaben gescheitert?
  • Krankenkassen fürchten parallele Finanzierungsstruktur,DKG plädiert für föderale Bandbreite
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Dr. med. Holger Bunzemeier
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Dr. R. Laufer
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Jochen Metzner
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G. Prahl
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Leitung

Gabriele Prahl, GfG Gesellschaft für Gesundheitsökonomie & -management mbH, Hamburg

Referenten

Dr. med. Holger Bunzemeier, Roeder & Partner, Senden
Dr. med. Roland Laufer, Krankenhausfinanzierung und -planung, Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), Berlin
Jochen Metzner, Hessisches Ministerium für Soziales und Integration, Wiesbaden
Dipl. Vw. Johannes Wolff, GKV-Spitzenverband, Abteilung Krankenhäuser, Berlin

Zielsetzung

Schon mit Einführung der G-DRGs war dem Gesetzgeber bewusst, dass die besonderen Aufgaben von Zentren nicht immer sachgerecht in der Fallpauschalierung abgebildet werden können. Für diese Aufgaben sollten Krankenhäuser Zentrumszuschläge neben den G-DRGs vereinbaren können. Allerdings kam es zwischen den Vertragspartnern auf der Ortsebene häufig zu unterschiedlichen Bewertungen, welche Aufgaben von Zentren zuschlagsfähig sind. Mit dem Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) wurde deshalb die Selbstverwaltung auf der Bundesebene aufgefordert, bis März 2016 eine Konkretisierung der zuschlagsfähigen besonderen Aufgaben vorzunehmen. Gleichzeitig
koppelte der Gesetzgeber mit dem KHSG die Ausweisung eines Zentrums im Krankenhausplan an die Zuschlagsfinanzierung.
Eine Einigung der Selbstverwaltung kam nicht zustande. So hat das Bundesschiedsamt entscheiden müssen. Während der Schiedsspruch auf Seiten der Deutschen Krankenhausgesellschaft mit angenehmer Überraschung aufgenommen wurde, fürchtet der GKV-Spitzenverband jetzt einen Zentren-Wildwuchs. Seit Februar liegt deshalb seine Klage gegen die Entscheidung dem Gericht vor.
Ohne Ausweisung eines Zentrums im Krankenhausplan ist nach Inkrafttreten des KHSG die Vereinbarung von erstmaligen Zentrumszu-schlägen nicht mehr möglich. Für bestehende Zuschlagsvereinbarungen gilt noch 2017 ein Bestandsschutz. Die Krankenhausplanung ist Ländersache. Es zeigt sich, dass die Bundesländer in Bezug auf die Entwicklung von Zentrumsstrukturen bisher unterschiedliche Strategien
verfolgen. Der Druck der Krankenhäuser auf die Krankenhausplanung, ihre Zentrumsstrukturen im Krankenhausplan auszuweisen, dürfte deutlich steigen. Wie reagieren nun die Bundesländer auf die Forderungen der Krankenhäuser?
In dieser Veranstaltung erfahren Sie, welche Maßnahmen jetzt ergriffen werden müssen, welche Vereinbarungen des Schiedsspruchs unstrittig sind, welche Erwartungen der GKV-Spitzenverband an die weitere gerichtliche Klärung hat und wie sich Krankenhäuser positionieren sollten, die erstmals für ihr Zentrum eine Zuschlagsvereinbarung anstreben.

Di 27.06.2017 in Berlin

€ 990,00 zzgl. 19% MwSt.
(ab dem 2. Teilnehmenden einer Firma/Institution beträgt die Gebühr € 595,00 zzgl. MwSt.)
Sollten Sie die Online-Anmeldung nutzen, reduziert sich die Gebühr um € 10,00 zzgl. MwSt.

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