Dokumentation bleibt Trumpf, auch bei Corona

Krankenhäuser müssen auch in der Corona-Situation streng darauf achten, Abweichungen von Facharzt- und Pflegestandards sowie Triageentscheidungen nachvollziehbar festuhalten. „Wichtig ist, dass diese Dinge dokumentiert werden“, sagte die Medizinanwältin Prof. Dr. Alexandra Jorzig am Montagmittag bei „ZENO to go“. Dazu gehörten unter anderem auch Schulungs- und Trainingsmaßnahmen. Jorzig sagte weiter: „Trotz Katastrophenmedizin – wir haben derzeit keine anderen gesetzlichen Vorgaben.“

Bianca Meier von consus clinicmanagement wies darauf hin, dass es mittlerweile eine S3-Leitlinie gebe für die Behandlung von Covid-19-Patienten. Politisch sei es nötig, eine bundesweite Leitstelle für die Krankenhäuser zu schaffen, um Patienten aus übervollen Krankenhäusern in Kliniken mit freien Intensivbetten verlagert werden können. Meier und Jorzig erklärten auch, wie die Rechtslage aussieht, wenn Krankenhäuser sich gegen Vorwürfe wehren müssen, Patienten hätten sich dort zum Beispiel mit Corona angesteckt, und wie eine gute Dokumentation in Grundzügen aussieht.

Tags: