Betrugsrisiken im Krankenhaus

Erkennen und vermeiden

Schwerpunkte

  • Betrug im Krankenhaus und krankenhauseigenen MVZ
  • „Frisieren“ der DRG, taktisches Up- und Downcoding
  • Grenzen der rechtmäßigen Delegation
  • Höchstpersönliche Leistungserbringung/Wahlarztvereinbarung
  • Risiken an der Schnittstelle zwischen Krankenhaus und MVZ
  • Scheinselbständigkeit
  • Entstehung des Tatverdachtes
  • Vorgehensweise der Ermittlungsbehörden
  • Erfolgversprechende Verteidigungsstrategien
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A. Badle
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T. Ebermann
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Prof. Dr. H. Schneider

Referenten

Alexander Badle, Oberstaatsanwalt, Leiter Zentralstelle zur Bekämpfung von Vermögensstraftaten und Korruption im Gesundheitswesen, Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main
Thorsten Ebermann, Partner, Ratajczak & Partner Rechtsanwälte, München; Geschäftsführer, Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK)
Prof. Dr. jur. Hendrik Schneider, Lehrstuhl für Strafrecht, Juristenfakultät, Universität Leipzig, Leipzig

Zielsetzung

Nach dem Bericht des GKV Spitzenverbandes vom 28.11.2018 gehen bei den Stellen zur Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen jährlich rd. 25.000 externe Hinweise ein. Die Anzahl der Meldungen sei im Berichtszeitraum 2016/17 gegenüber dem davorliegenden Berichtszeitraum 2014/15 um 49% angestiegen. Wenn die Prüfung ergibt, dass ein Anfangsverdacht auf strafbare Handlungen mit nicht nur geringfügiger Bedeutung für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung bestehen könnte, sollen die Kassen unverzüglich die Staatsanwaltschaft unterrichten.

Staatsanwaltschaftliche Ermittlungsverfahren betreffen zunehmend auch Krankenhäuser und krankenhauseigene MVZ. Insofern weist die GKV zu Recht darauf hin, dass „Ermittlungsverfahren […] eine absolute Spezialmaterie“ darstellen. Dies betrifft sowohl die Ermittlungsbehörden, als auch die Verteidiger.

Der Workshop knüpft an die erfolgreiche Reihe „Kooperationsverträge von Krankenhäusern. Wie arbeiten niedergelassene Vertragsärzte und Kliniken wirtschaftlich erfolgreich und rechtssicher zusammen“ an, setzt aber im Hinblick auf die behandelten Rechtsrisiken neue und aktuelle Schwerpunkte.

Anhand von Fallkonstellationen aus der Praxis werden die wichtigsten Fallstricke sowie Strategien der Haftungsvermeidung dargestellt. Im Zentrum stehen Risiken, die mit den Themenkomplexen „Abrechnungsbetrug“ und „Scheinselbständigkeit“ verbunden sind und die das quantitativ bedeutendste Fallaufkommen der Schwerpunktstaatsanwaltschaften bilden. Neben den rechtlichen Informationen erfahren Sie Strategien, sowohl zur Vorgehensweise der Staatsanwaltschaft, als auch bezüglich einer erfolgversprechenden Verteidigung, um selbst im Falle des Ermittlungsverfahrens adäquat vorbereitet zu sein.

Um einen intensiven Gedankenaustausch aller Teilnehmer des Workshops zu gewährleisten, ist die Zahl auf 30 Personen begrenzt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.

Mo 06.05.2019 in Frankfurt am Main

€ 990,00 zzgl. 19% MwSt.
(ab dem 2. Teilnehmenden einer Firma/Institution beträgt die Gebühr € 750,00 zzgl. MwSt.)
Sollten Sie die Online-Anmeldung nutzen, reduziert sich die Gebühr um € 10,00 zzgl. MwSt.

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