Finanzierung der Pflege im Krankenhaus

Auswirkungen der neuen Gesetzgebung für die Pflege

Die Veranstaltung wurde mit 7 Punkten von der RbP zertifiziert.

Schwerpunkte

  • Meldungen und Nachweise zu den Pflegepersonaluntergrenzen (PpUG)
  • Welche Sanktionen sind bei der Unterschreitung der PpUG zu erwarten?
  • Wie wird es mit den Pflegepersonaluntergrenzen weitergehen?
  • Ist der Pflegepersonalquotient eine sinnvolle Ergänzung?
  • Kalkulation und Bedeutung des Pflegeaufwands
  • Paradigmenwechsel: Bereinigung der DRG-Vergütungen um den Anteil der Pflegekosten
  • Pflegebudget und eigener Erlöskatalog für die Pflege
  • Implikationen für die Entgeltverhandlungen und strategische Entscheidungen
 class=
Dr. med. Wolfgang Fiori

Referenten

Dr. med. Wolfgang Fiori, Roeder & Partner, Senden
Als ehemaliger langjähriger stellvertretender Leiter des Medizinischen Managements am Universitätsklinikum Münster verfügt Herr Dr. Fiori über eine ausgesprochene Expertise im operativen als auch strategischen Medizincontrolling. Neben der Tätigkeit im Krankenhausmanagement war und ist er als Mitglied der DRG-Research-Group wissenschaftlich tätig. Seit vielen Jahren berät Dr. Fiori medizinische Fachgesellschaften,Trägerverbände und ist in der überregionalen Beratung, als Referent/Dozent sowie als Gutachter für Sozial- und Zivilgerichte tätig.

Zielsetzung

Die Pflege versteht sich als Verliererin der DRG-Einführung. Eine Vielzahl von Maßnahmen, wie beispielsweise Pflegestellen-Förderprogramme, Pflegezuschlag und Zusatzentgelte zielten in den vergangenen Jahren darauf ab, die Finanzierungs- und Arbeitssituation für die Pflege zu verbessern – mit bescheidenem Erfolg. Neben dem finanziellen Druck durch das Vergütungssystem ist inzwischen ein deutlicher Mangel an Pflegepersonal hinzugetreten, der sich vermutlich nicht allein mehr durch eine bessere Refinanzierung der Pflegekosten beheben lassen wird.

Von Seiten der Politik wurden mit Nachdruck Änderungen angestoßen, die bereits kurzfristig Wirkung zeigen sollen. Mit der Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV) hat das Ministerium trotz vielerlei Bedenken und offener Fragen Pflegepersonaluntergrenzen für 2019 eingeführt. Der Start war mehr als holperig und weiterhin sind viele Fragen zur Anwendung in der Praxis offen. Dennoch müssen sich die Krankenhäuser zur Vermeidung von Sanktionen frühzeitig mit der Dokumentation der zum Nachweis notwendigen Parameter befassen.

Mit dem Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz (PpSG) hat der Gesetzgeber weitere Eingriffe in bisherigen Finanzierungsmethoden unternommen. So soll ein Pflegepersonalquotient, die Regelungen zu den Pflegepersonaluntergrenzen ergänzen. Sowohl für die Pflegepersonaluntergrenzen als auch für den Pflegepersonalquotienten wird voraussichtlich der vom InEK zu berechnende krankenhausindividuelle Pflegeaufwand zukünftig eine maßgebliche Rolle spielen.

Ab 2020 soll sogar die DRG-Fallpauschalierung um die bislang enthaltenen Kosten der „Pflege in der unmittelbaren Patientenversorgung auf bettenführenden Stationen“ bereinigt werden. Die krankenhausindividuellen Kosten eines Pflegebudgets sollen dann parallel tagesbezogen über einen eigenen Pflegeerlöskatalog refinanziert werden.

Dass trotz Einführung des Selbstkostendeckungsprinzips für die „Pflege“ Krankenhäusern mehr Geld zur Verfügung stehen wird, ist unwahrscheinlich. Der Paradigmenwechsel wird jedoch zu relevanten Umverteilungen und veränderten Anreizen führen. Dieser Excellence Workshop soll Ihnen die Neuregelungen sowie insbesondere auch die Methodik und Limitationen der neuen Instrumente der Krankenhausfinanzierung vorstellen. Gemeinsam diskutieren wir die Anreize, Bedeutung und Potenziale für die Steuerung sowie ggf. daraus ableitbare Strategien.

Um einen intensiven Gedankenaustausch aller Teilnehmenden des Workshops zu gewährleisten, ist die Zahl auf 30 Personen begrenzt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.

Der Workshop richtet sich an alle, die einen Einblick in die bisherige und zukünftige Abbildung der Pflege im DRG-System und die geplanten Finanzierungsinstrumente gewinnen wollen (Pflegemanager, Pflegebetriebswirte, Pflegedirektion, (Medizin-)Controlling, Beratungsunternehmen, Interessierte). Es erfolgt eine vertiefte Auseinandersetzung mit der komplexen Methodik der DRG-Kostenkalkulation, der Kalkulation von Pflegelast/-aufwand/-erlösen und den Zusammenhängen der Krankenhausfinanzierung. Teilnehmer lernen die Effekte unterschiedlicher Eingriffe in die Finanzierungsmethoden und deren mögliche Konsequenzen für das Krankenhausmanagement kennen.

Die Finanzierung der Pflege im PEPP-System ist nicht Gegenstand dieses Workshops

Mi 13.03.2019 in Berlin

ACHTUNG: HOTELTAUSCH - SHERATON BERLIN GRAND HOTEL ESPLANADE

€ 790,00 zzgl. 19% MwSt.
(ab dem 2. Teilnehmer einer Firma/Institution beträgt die Gebühr € 595,00 zzgl. MwSt.)
Sollten Sie das Online-Formular nutzen, reduziert sich die Gebühr um € 10,00 zzgl. MwSt.

Programm herunterladen

Anfahrtsskizze herunterladen