Paradigmenwechsel bei der Finanzierung der Pflege im Krankenhaus

Personaluntergrenzen und vollständige Pflegepersonalfinanzierung

Schwerpunkte

  • Perspektiven zur aktuellen Pflegesituation, Umsetzung und Auswirkung der geplanten Veränderung
  • Verbesserung der Finanzierung der Pflegepersonalkosten
  • DRG-unabhängiges Pflegebudget ab 2020
  • Vollständige Finanzierung jeder zusätzlichen und aufgestockten Pflegestelle am Bett
  • Vollständige Finanzierung von Tarifsteigerungen in der Pflege
  • Festlegung von Personaluntergrenzen in allen Bereichen durch das BMG
  • Pflegelastkatalog und Pflegepersonalquotienten
  • Qualität der Pflege im Krankenhaus
  • Selbstkostendeckung versus Wettbewerb
  • Auswirkungen auf das komplexe System der Krankenhausfinanzierung
 class=
Dr. Patrick Jahn
Dr. med. Frank Heimig class=
Dr. F. Heimig
 class=
Dr. W.-D. Leber
 class=
M. Schreiner
 class=
W. Walzik

Referenten

Dr. med. Frank Heimig, InEK Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus GmbH, Siegburg
Dr. rer. medic. Patrick Jahn, Leiter Stabsstelle Pflegeforschung, Universitätsklinikum Halle, Halle
Dr. Wulf-Dietrich Leber, GKV-Spitzenverband, Berlin
RA Marc Schreiner, LL.M, Berliner Krankenhausgesellschaft e.V., Berlin
MinRat Wilhelm Walzik, Bundesministerium für Gesundheit, Berlin

Zielsetzung

Die Pflege im Krankenhaus aber auch in anderen Bereichen dominiert die politische Diskussion. Verbindend über die politischen Lager hinweg ist der Wille, etwas für die Verbesserung der Situation der Pflege im Krankenhaus zu tun. Dabei geht es nicht nur um die Abbildung der Pflegeleistung im G-DRG-System, sondern auch um die Pflege in Pflegeheimen sowie die häusliche Pflege.

Der Gesetzgeber meint es ernst! Mit dem am 1.08.2018 im Kabinett beschlossenen Pflegepersonal-Stärkungsgesetz hat er konsequent alle Eckpunkte aus dem Koalitionsvertrag der Grossen Koalition umgesetzt. Die Regierungskoalition will im Krankenhaus durch eine gesonderte Finanzierung der Pflege durch eine Kombination der Fallpauschalen-Finanzierung sowie einem davon unabhängigen Pflegebudget einen spürbaren Aufbau von Pflegepersonal erreichen. Sie will auch Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Pflegeberufes auf den Weg bringen. Eine vollständige Finanzierung aller Pflegestellen ab 2020 über das neue Pflegebudget sowie eine vollständige Finanzierung der Tarifsteigerungen in der Pflege schon ab 2018 bilden den Kern der zukünftigen Pflegefinanzierung, die durch eine erleichterte Integration ausländischer Pflegekräfte sowie eine finanzielle Unterstützung der Investitionen für den Ausbau der Ausbildungskapazitäten und der Ausbildung selbst flankiert wird.

Nach dem Scheitern der Selbstverwaltung bei der Vereinbarung von Personaluntergrenzen (PPUG) in sogenannten pflegesensitiven Bereichen von Krankenhäusern ermächtigt sich nun das BMG selbst zur Festlegung von Personaluntergrenzen per Rechtsverordnung. Dazu sollen Pflegepersonalquotienten für jedes Krankenhaus auf der Basis eines vom InEK zu entwickelnden Kataloges zur Risikoadjustierung für den Pflegeaufwand (Pflegelastkatalog) ermittelt werden. Erfüllt das Krankenhaus die Quotienten nicht, drohen finanzielle Sanktionen.

Die Neuorganisation der Pflegefinanzierung wirft eine Vielzahl von Umsetzungsfragen auf und führt insbesondere bei den Krankenhäusern zu großen Verunsicherungen. Die zur Verbesserung der Pflegesituation vorgeschlagenen Maßnahmen werden teilweise kontrovers bzgl. der Umsetzung und der Auswirkungen diskutiert. Im Zentrum steht die Frage: Wie wirkt sich die Umstellung auf mein Krankenhaus aus? Daher ist eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dieser wichtigen Thematik und ihren vielfältigen Auswirkungen insbesondere in Krankenhäusern sowie auch bei den Kostenträgern zu empfehlen. Auf dieser Veranstaltung informieren Experten aus dem BMG sowie aus den für die Konzeption und Umsetzung verantwortlichen Gremien der Selbstverwaltung über den aktuellsten Stand und diskutieren mit Ihnen über das Thema.

Di 11.12.2018 in Berlin

€ 990,00 zzgl. 19% MwSt.
(ab dem 2. Teilnehmer einer Firma/Institution beträgt die Gebühr € 750,00 zzgl. MwSt.)
Sollten Sie die Online-Anmeldung nutzen, reduziert sich die Gebühr um € 10,00 zzgl. MwSt.

Programm herunterladen

Anfahrtsskizze herunterladen