Morbi-RSA: Weiterentwicklung der Zuweisungssystematik

Handlungsbedarf im Kassenwettbewerb

Schwerpunkte

  • Politische Erwartungen an den Morbi-RSA
  • Der Morbi-RSA technisch gesehen
  • Stellenwert des Morbi-RSA in der GKV-Finanzierung
  • Wirkung und Wirkungsmechanismen des Morbi-RSA
  • Morbi-RSA als Voraussetzung für fairen Kassenwettbewerb
  • Streuung der Morbi-RSA-Justierung
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M. Hennrich
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Dr. A. Kloepfer
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F. Knieps
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M. Litsch
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Dr. U. Orlowski
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F. Plate (©BVA/Schulzki)
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J. Wasem

Leitung

Dr. phil. Albrecht Kloepfer, iX – Institut für Gesundheitssystem-Entwicklung, Berlin

Referenten

RA Michael Hennrich, CDU/CSU-Fraktion, Deutscher Bundestag, Berlin
Franz Knieps, BKK-Dachverband e.V., Berlin
Martin Litsch, AOK-Bundesverband, Berlin
Dr. Ulrich Orlowski, Bundesministerium für Gesundheit, Berlin
Frank Plate, Bundesversicherungsamt, Bonn
Prof. Dr. rer. pol. Jürgen Wasem, Wissenschaftlicher Beirat zur Weiterentwicklung des Risikostrukturausgleichs beim Bundesversicherungsamt

Zielsetzung

Der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich – kurz Morbi-RSA – ist regu­latorisches Kernstück, um Krankenkassen miteinander in den Wettbewerb um die besten Versorgungsangebote treten zu lassen. Wie jedes Ausgleichsinstrument hat er jedoch die unangenehme Eigenschaft, einzelne Partner zu begünstigen und andere zu benachteiligen. Eine möglichst feine und zielgenaue Justierung ist damit unabdingbar – und zugleich unerschöpfliches Thema für Wissenschaft und Politik. Denn die Frage nach der Gewichtung der einzelnen Auswahlparameter zur Justierung des Morbi-RSA kann je nach politischer Prioritätensetzung und wirtschaftlichem Bedarf unterschiedlich interpretiert werden und wird von der neuen Bundesregie­rung beantwortet werden müssen.

Die Konferenz zur „Zukunft des Morbi-RSA“ soll daher aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten, wo objektive Verzerrungen durch die derzeit gewählten Ausgleichskriterien vorliegen und wie sie ggf. zu überwinden sind. Es wird aber auch davon die Rede sein (müssen), welche Kriterien manipulativ verwendet werden können und mit welchen Mitteln hier einer Wettbewerbsverzerrung durch falsche Anreize begegnet werden kann.

Des Weiteren ist zu fragen, ob nicht auch regionale Verzerrungen einem Wettbe­werbsausgleich zugeführt werden sollten, um Aktivitäten in vergleichsweise teuren Versorgungsregionen stärker fördern zu können. Und schließlich sollte noch dar­über nachgedacht werden, ob es nicht in der Gesetzlichen Krankenversicherung grundsätzlich auch wettbewerbsfreie Zonen geben müsste, weil bestimmte Indika­tionen (beispielsweise seltene Erkrankungen) in einem Morbi-RSA kaum adäquat kompensiert werden können.

Da die Fragen des Morbi-RSA grundsätzlich alle Versorgungspartner betreffen und die Krankenkassen ihre Wettbewerbsstrategien daran ausrichten, liefern die The­men und Referate der Konferenz strategisches Grundlagenwissen für alle Akteure im Gesundheitswesen.

Do 14.06.2018 in Berlin

€ 990,00 zzgl. 19% MwSt.
(ab dem 2. Teilnehmer einer Firma/Institution beträgt die Gebühr € 595,00 zzgl. MwSt.)
Sollten Sie die Online-Anmeldung nutzen, reduziert sich die Gebühr um € 10,00 zzgl. MwSt.

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