Pflegereform im Krankenhaus umsetzen – aber wie?

Pflegebudget, Personaluntergrenzen und Pflegecontrolling

Schwerpunkte

  • Pflegesituation, Umsetzung und Auswirkung der gesetzlich vorgegebenen Veränderungen
  • Ausgliederung der Pflege aus den DRGs
  • Selbstkostendeckung für die Pflege am Bett
  • Definition Pflege im Kontext des Pflegebudgets
  • Einfluss von Personalmindestbesetzungen auf die Leistungserbringung
  • Umsetzung und Controlling der Personaluntergrenzen
  • Aufbau eines „neuen“ Pflegecontrollings
  • Pflegepersonalquotienten
  • Pflegeaufwandkatalog
  • Auswirkungen auf das komplexe System der Krankenhausfinanzierung
  • Auswirkungen auf das Gesamtbudget eines Krankenhauses
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J. Babapirali
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Dr. H. Bunzemeier
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A. Ertel
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Prof. N. Roeder

Leitung

Prof. Dr. med. Norbert Roeder, Roeder & Partner – Ärzte PartG, Beratung im Gesundheitswesen, Senden

Referenten

Dipl.-Pflegew. Judith Babapirali, Medizincontrolling, Universitätsklinikum Münster, Münster
Dr. med. Holger Bunzemeier, Partner, Roeder & Partner – Ärzte PartG, Beratung im Gesundheitswesen, Senden
Anne Ertel, Gesamtleitung Pflege, Krankenhaus GmbH, Landkreis Weilheim-Schongau
Prof. Dr. med. Norbert Roeder, Roeder & Partner – Ärzte PartG, Beratung im Gesundheitswesen, Senden

Zielsetzung

Nun ist die Pflege in aller Munde: Die Maßnahmen zur Stärkung der Pflege durch das Pflegepersonalstärkungsgesetz werden 2020 konkret umgesetzt und die Pflegepersonaluntergrenzen wirken ab 2020 deutlich umfassender und stärker als 2019.

Nur die Pflegekräfte fehlen in den Krankenhäusern und das daraus entstehende Dilemma wird immer größer. Obwohl Krankenhäusern mehr Pflege am Bett finanziert würde, können sie häufig keine Fachkräfte gewinnen. Dies wiederum führt zu Versorgungsengpässen und Leistungseinschränkungen, die zu schlechteren Betriebsergebnissen führen. Gleichzeitig profitiert das effiziente Krankenhaus nicht mehr aus den Einsparungen in der Pflege.

Ab 2020 werden die Kosten für Pflege am Bett durch ein Pflegebudget getragen, das in Kombination mit der Fallpauschalenfinanzierung zu einem spürbaren Aufbau von Pflegepersonal führen soll. Damit soll die Patientensicherheit in Krankenhäusern gestärkt und die Attraktivität des Pflegeberufes gesteigert werden. Die Ausgliederung der Pflege aus den DRG-Fallpauschalen stellt die Krankenhäuser bezüglich der Umsetzung vor große Herausforderungen und wirft eine Vielzahl von Umsetzungsfragen auf. Da 2020 das Basisjahr für die Verhandlung des Pflegebudgets darstellt, erfordert diese erste Verhandlung eine ganz besonders gute Vorbereitung. Ob das Krankenhaus durch das neue Pflegebudget am Ende gewinnt oder verliert, ist in den meisten Krankenhäusern immer noch unklar. Nicht ohne Grund hat der Gesetzgeber Deckelungen für Budgetverluste durch die Ausgliederung der Pflegekosten aus den DRGs im Gesetz verankert. Die Verlierer werden direkt auf teilweise relevante Budget-anteile verzichten müssen, was bei gleichbleibender Kostensituation unmittelbar auf die Wirtschaftlichkeit des Krankenhauses durchschlägt.

Die Gewinnung und Bindung von Pflegekräften erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Zusätzlich sollen Pflegepersonalquotienten für jedes Krankenhaus auf der Basis eines vom InEK zu entwickelnden Kataloges zur Risikoadjustierung für den Pflegeaufwand (Pflegeaufwandkatalog) ermittelt werden. Erfüllt das Krankenhaus die Untergrenzen nicht, drohen finanzielle Sanktionen. Das alles erfordert auch ein „neues“ Pflegecontrolling, um den veränderten Herausforderungen professionell zu begegnen.

Was bedeutet das alles für die Umsetzung im Krankenhaus? Wie wird sich die Ausgliederung der Pflege aus den Fallpauschalen auf Ihr Krankenhaus auswirken? Wie muss das Pflegecontrolling gestaltet werden? Wird Ihr Krankenhaus zu den Gewinnern oder zu den Verlierern dieser Reform gehören? Wie bekommen Sie genügend Pflegepersonal, um die Personaluntergrenzen einzuhalten? Welche Maßnahmen zum Personalrecruiting haben sich bewährt?

Den Krankenhäusern ist eine intensive Auseinandersetzung mit dieser wichtigen Thematik und ihren vielfältigen Auswirkungen zu empfehlen. In diesem ZENO Excellenz Workshop informieren Experten über den aktuellsten Stand. Sie geben wichtige Hinweise für die Umsetzung sowie die Abschätzung der Auswirkungen auf das eigene Krankenhaus und diskutieren mit Ihnen über das Thema.

Do 20.02.2020 in Berlin

€ 990,00 zzgl. 19% MwSt.
(ab dem 2. Teilnehmer einer Firma/Institution beträgt die Gebühr € 750,00 zzgl. MwSt.)
Sollten Sie die Online-Anmeldung nutzen, reduziert sich die Gebühr um € 10,00 zzgl. MwSt.

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