Umsetzung der neuen Pflegefinanzierung im KH

Personaluntergrenzen und vollständige Pflegepersonalfinanzierung außerhalb der DRG-Fallpauschalen

Schwerpunkte

  • Einfluss von Personalvorgaben auf die Leistungserbringung Pflegesituation, Umsetzung und Auswirkung der gesetzlich vorgegebenen Veränderungen
  • Verbesserung der Finanzierung der Pflegepersonalkosten
  • Pflegeförderprogramm und Ausgliederung der Pflege aus den DRGs
  • DRG-unabhängiges Pflegebudget ab 2020
  • Finanzierung von Tarifsteigerungen in der Pflege
  • Umsetzung und Controlling der Personaluntergrenzen
  • Pflegelastkatalog und Pflegepersonalquotienten
  • Auswirkungen auf das komplexe System der Krankenhausfinanzierung
  • Auswirkungen auf das Gesamtbudget eines Krankenhauses
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Dr. H. Bunzemeier
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J. Heepe
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Prof. N. Roeder

Leitung

Prof. Dr. med. Norbert Roeder, Roeder & Partner, Beratung im Gesundheitswesen, Senden

Referenten

Prof. Dr. med. Norbert Roeder, Roeder & Partner, Beratung im Gesundheitswesen, Senden
Dr. med. Holger Bunzemeier, Roeder & Partner, Beratung im Gesundheitswesen, Senden
Judith Heepe, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Berlin

Zielsetzung

Die Pflege im Krankenhaus hat als wichtiges Thema die politische Diskussion in 2018 dominiert. Verbindend über die politischen Lager hinweg wurde eine große Entschlossenheit deutlich, etwas für die Verbesserung der Situation der Pflege im Krankenhaus zu tun. Mit dem zum 1. Januar 2019 in Kraft getretenen Pflegepersonal-Stärkungsgesetz hat der Gesetzgeber konsequent alle Eckpunkte aus dem Koalitionsvertrag der Großen Koalition umgesetzt. Durch eine gesonderte Finanzierung der Pflege mittels einer Kombination der Fallpauschalen-Finanzierung sowie einem davon unabhängigen Pflegebudget soll ein spürbarer Aufbau von Pflegepersonal erreicht und die Patientensicherheit gestärkt werden. Dazu gehören auch Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Pflegeberufes. Die Festlegung von Pflegepersonaluntergrenzen, die Fortsetzung des Pflegeförderprogramms in veränderter Form sowie eine vollständige Finanzierung aller Pflegestellen am Bett ab 2020 über das neue Pflegebudget inklusive einer vollständigen Finanzierung der Tarifsteigerungen in der Pflege bilden die vier Kernelemente des Programms. Dieses wird begleitet von Maßnahmen zur erleichterten Integration ausländischer Pflegekräfte sowie eine finanzielle Unterstützung der Investitionen für den Ausbau der Ausbildungskapazitäten und der Ausbildung selbst.

Die zur Vermeidung „Gefährlicher Pflege“ vom BMG verordneten Pflegepersonaluntergrenzen (PPUG) in sogenannten pflegesensitiven Bereichen von Krankenhäusern sind ab Januar 2019 verbindlich durch die Krankenhäuser umzusetzen. Zusätzlich sollen Pflegepersonalquotienten für jedes Krankenhaus auf der Basis eines vom InEK zu entwickelnden Kataloges zur Risikoadjustierung für den Pflegeaufwand (Pflegelastkatalog) ermittelt werden. Erfüllt das Krankenhaus die Quotienten nicht, drohen finanzielle Sanktionen. Nicht ohne Grund hat der Gesetzgeber Deckelungen für Budgetverluste durch die Ausgliederung der Pflegekosten aus den DRGs im Gesetz verankert. Es wird Gewinner und Verlierer dieser Ausgliederung geben. Die Verlierer werden direkt auf teilweise relevante Budgetanteile verzichten müssen, was bei gleichbleibender Kostensituation unmittelbar auf die Wirtschaftlichkeit des Krankenhauses durchschlägt.

Die Umsetzung der Personaluntergrenzenverordnung, aber insbesondere auch die ab 2020 nach derzeitiger Gesetzeslage zu erwartende Ausgliederung der Pflege aus den DRG-Fallpauschalen, stellen die Krankenhäusern vor große Herausforderungen und werfen eine Vielzahl von Umsetzungsfragen auf. Was bedeutet die Umsetzung für unser Krankenhaus? Wie bekommen wir genügend Pflegepersonal, um die Personaluntergrenzen einzuhalten? Welche Maßnahmen zum Personalrecruiting haben sich bewährt und können in unserer Region angewendet werden? Wie wird sich die Ausgliederung der Pflege aus den Fallpauschalen auf unser Krankenhaus auswirken? Werden wir zu den Gewinnern oder zu den Verlierern dieser Reform gehören?

Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dieser wichtigen Thematik und ihren vielfältigen Auswirkungen ist Krankenhäusern zu empfehlen. In diesem ZENO Excellence Workshop informieren Experten über den aktuellsten Stand. Sie geben wichtige Hinweise für die Umsetzung sowie die Abschätzung der Auswirkungen auf das eigene Krankenhaus und diskutieren mit Ihnen über das Thema.

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(ab dem 2. Teilnehmer einer Firma/Institution beträgt die Gebühr € 750,00 zzgl. MwSt.)
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