Finanzierung der Pflege im Krankenhaus

Auswirkungen der neuen Gesetzgebung für die Pflege

Schwerpunkte

  • Hat die Pflege ein Problem mit dem DRG-System?
  • Bieten Personaluntergrenzen eine Lösung?
  • Anreize und Herausforderungen der Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV)
  • Kalkulation und Bedeutung des Pflegeaufwands
  • Nutzen der neuen Pflegekennzahlen zur krankenhausinternen Steuerung
  • Wie wird es mit den Pflegepersonaluntergrenzen weitergehen?
  • Ist der Pflegepersonalquotient eine sinnvolle Ergänzung?
  • Paradigmenwechsel: Bereinigung der DRG-Vergütungen um den Pflegeanteil und eigener Erlöskatalog für die Pflege
  • Implikationen für die Entgeltverhandlungen und strategische Entscheidungen
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Dr. med. Wolfgang Fiori

Referenten

Dr. med. Wolfgang Fiori, Partner, Roeder & Partner, Senden

Als ehemaliger langjähriger stellvertretender Leiter des Medizinischen Managements
am Universitätsklinikum Münster verfügt Herr Dr. Fiori über eine ausgesprochene Expertise
im operativen als auch strategischen Medizincontrolling. Neben der Tätigkeit
im Krankenhausmanagement war und ist er als Mitglied der DRG-Research-Group
wissenschaftlich tätig. Seine Analysen und Erfahrungen fanden Eingang in eine Vielzahl
von Publikationen, Projektberichte und Gutachten. Seit vielen Jahren berät Dr.
Fiori medizinische Fachgesellschaften,Trägerverbände und ist in der überregionalen
Beratung, als Referent/Dozent sowie als Gutachter für Sozial- und Zivilgerichte tätig.

Zielsetzung

Die Pflege versteht sich als Verliererin der DRG-Einführung. Eine Vielzahl von Maßnahmen zielten in den vergangenen Jahren darauf ab, die Finanzierungs- und Arbeitssituation für die
Pflege zu verbessern – mit bescheidenem Erfolg. Neben dem finanziellen Druck durch das Vergütungssystem ist inzwischen ein deutlicher Mangel an Pflegepersonal hinzugetreten, der sich vermutlich nicht allein mehr durch eine bessere Refinanzierung der Pflegekosten beheben lassen wird.
Von Seiten der Politik werden jetzt mit Nachdruck Änderungen angestoßen, die bereits kurzfristig Wirkung zeigen sollen. Mit der Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV) hat
das Ministerium trotz vielerlei Bedenken und offener Fragen Pflegepersonaluntergrenzen für 2019 eingeführt.
Mit dem Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz (PpSG) plant der Gesetzgeber weitere Eingriffe, die die bisherigen Finanzierungsmethoden erheblich verändern werden. So soll ein Pflegepersonalquotient die Pflegepersonaluntergrenzen ergänzen. Sowohl für die Pflegepersonaluntergrenzen als auch für den Pflegepersonalquotienten wird voraussichtlich der vom InEK zu berechnende krankenhausindividuelle Pflegeaufwand zukünftig eine maßgebliche Rolle spielen.
Zusätzlich soll ab 2020 die DRG-Fallpauschalierung um die bislang enthaltenen Kosten der „Pflege in der Patientenversorgung“ bereinigt werden. Die krankenhausindividuellen Kosten eines Pflegebudgets sollen dann parallel tagesbezogen über einen eigenen Pflegeerlöskatalog refinanziert werden. Ein solcher Paradigmenwechsel wird jedoch zu relevanten Umverteilungen und veränderten Anreizen führen, die wir gemeinsam diskutieren wollen.
Die neue Finanzierungsmethodik bringt neue und spezifisch pflegebezogene Kennzahlen mit sich. Die Potenziale und wichtige Limitationen dieser Kennzahlen für die krankenhausinterne
Steuerung werden gemeinsam erörtert.

Mo 10.12.2018 in München

€ 790,00 zzgl. 19% MwSt.
(ab dem 2. Teilnehmer einer Firma/Institution beträgt die Gebühr € 495,00 zzgl. MwSt.)
Sollten Sie das Online-Formular nutzen, reduziert sich die Gebühr um € 10,00 zzgl. MwSt.

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